Dr. Bernd Zywietz

Vita

Bernd Zywietz studierte Filmwissenschaft und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort arbeitete er auch von 2011 bis 2014 am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Filmwissenschaft. 2016 wurde er im Fach Medienwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen promoviert. Thema der Dissertationsarbeit ist die Darstellung und gesellschaftliche Verarbeitungsleistung von Terrorismus in und durch Spielfilme(n). 2016 und 2017 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen tätig und arbeitet seit 2016 im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten interdisziplinären Projekt „Dschihadismus im Internet“, angesiedelt am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz.

 

Seit 2013 befasst er sich mit Theorie und Praxis sowie vor allen den ästhetischen und rhetorischen Dimensionen von Online-Propaganda, besonders den Videos des sog. „Islamischen Staats“ (IS / ‚Daesh‘). Nebenbei hat Bernd Zywietz als Journalist und Redakteur gearbeitet sowie Erfahrung im Bereich der praktischen und pädagogischen Medienarbeit. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Netzwerk Terrorismusforschung e.V. und Herausgeber der 2018 gestarteten Buchreihe „Aktivismus- und Propagandaforschung“ (Springer VS).

 

ausgewählte Publikationen

2018

Sachs-Hombach, K. & Zywietz, B. (Hg.): Fake News, Hashtags & Social Bots. Neue Methoden populistischer Propaganda.  Wiesbaden (im Erscheinen).

 

Zywietz, B.: Ästhetisierung zwischen schockhafter Provokation und ethisch-moralischer Notwendigkeit: Analyse der Hinrichtungsvideos des ‚Islamischen Staats‘ als Propaganda und als Gegenstand der Berichterstattung. In: Clemens Schwender et al. (Hg.): zeigen I andeuten I verstecken. Bilder zwischen Verantwortung und Provokation. Köln (in Vorbereitung).

 

2016

Zywietz, B.: Terrorismus im Spielfilm. Eine filmwissenschaftliche Untersuchung über Konflikte, Genres und Figuren. Wiesbaden.

 

2015

Islamistische Videopropaganda und die Relevanz ihrer Ästhetik. In: Die Kriminalpolizei, Nr. 3, S. 12–16 (Online abrufbar hier: https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2015/detailansicht-2015/artikel/islamistische-videopropaganda-und-die-relevanz-ihrer-aesthetik.html)

 

Zywietz, B.: Anti-YouTube-Effekt: Online-Videos und der Fall The Innocence of Muslims. In: Stephan Humer (Hg.): Terrorismus A/D. Wechselwirkungen zwischen analoger und digitaler Sphäre. Winnenden.

 

2014

Zywietz, B.: Terrorismus in Bollywood. Die Verarbeitung ethnoreligiöser und politischer Gewalt im populären Hindi-Film. In: Susanne Marschall, Rada Bieberstein (Hg.): Indiens Kinokulturen. Geschichte – Dramaturgie – Ästhetik. Marburg, S. 241–261.

 

2011 

Zywietz, B.: Zur Vorstellung der Gefahr. Terrorismus und Terrorismusspielfilme als Risikokommunikation. In: Thomas Jäger (Hg.): Die Welt nach 9/11. Auswirkungen des Terrorismus auf Staatenwelt und Gesellschaft. Wiesbaden, S. 741–770.

 

Zywietz, B.: ‘Evil Arabs’? Muslim Terrorists in Hollywood and Bollywood. In: Philip Hammond (Hg.): Screens of Terror. Representations of War and Terrorism in Film and Television since 9/11. Suffolk, S. 177–189.

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Extremistische Online-Propaganda
  • Formalistische Medienästhetik
  • Audiovisuelle Medien- und Textrhetorik
  • Terrorismus, Repräsentation und Kommunikation
  • Mediengewalt und -ethik
  • Erzähltheorie und audiovisuelle Semiotik

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