Strukturen und Vernetzung in der Radikalisierungsprävention/Deradikalisierung – Berlin, Deutschland & Europa

Workshop am 07.03.2018 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Deutschland in Sachen Radikalisierungsprävention als ein Entwicklungsland. Vieles hat sich seitdem getan. Mit mehreren Hundert Millionen Euro haben Bund und Länder unterschiedlichste Präventionsprogramme gefördert und so zur Entstehung einer breiten Projektlandschaft beigetragen. Eine Landschaft, die in ihrer Größe und Vielseitigkeit nicht immer leicht zu überschauen ist und in der neue Fragestellungen entstehen: Wie lässt sich der Austausch zwischen den einzelnen (staatlichen und zivilgesellschaftlichen) Akteuren verbessern? Wie könnte eine Gesamtstrategie aussehen, die für eine effektivere Abstimmung sorgt? Mit anderen Worten: Wie kann verhindert werden, dass am Ende jeder für sich „wurschtelt“? 

Wenn es um solche Fragen geht, taucht in der Fachdebatte vor allem ein Schlagwort immer wieder auf: Vernetzung. Dass der Ruf nach Vernetzung kaum leiser zu werden scheint, deutet bereits auf die Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung dieser Forderung hin.

 

In diesem Workshop wollen wir uns zunächst einen Überblick über die bestehende Projektlandschaft verschaffen. Was für ein Landschaftsbild ergibt sich für Deutschland? Wie sieht es auf europäischer Ebene aus? Wie arbeiten die verschiedenen Akteure zusammen, wo sind funktionierende Netzwerke bereits Realität?

 

Über die Beschreibung des Ist-Zustandes hinaus, soll es in diesem Workshop aber vor allem auch um Voraussetzungen für gelingende (Kommunikations-) Strukturen gehen. Was muss geschehen, damit Vernetzung nicht zur leeren Worthülse verkommt, die sich im Austausch von Visitenkarten erschöpft, sondern einen echten Beitrag zur Professionalisierung der Präventionsarbeit leisten kann? Wie können neue Verbindungswege geschaffen werden; Wege, die dann tatsächlich auch begangen werden und Austausch insbesondere dort ermöglichen, wo die Projektlandschaft derzeit eher noch einem nicht miteinander verbundenen Inselgebiet gleicht?

 

 

Im Workshop werden wir folgenden Fragen nachgehen:

 

  • Welche Akteure sind im Bereich Radikalisierungsprävention/Deradikalisierung in Berlin, deutschlandweit und in Europa tätig? 
  • Wo gibt es bereits gelingende Kooperationen und was lässt sich aus bestehenden Netzwerken lernen? Wer sollte sich überhaupt vernetzen?
  • Was sind die Bedingungen für funktionierende Netzwerk? Wie schafft man Strukturen, die einen Mehrwert für die Präventionsarbeit mit sich bringen?

 

 

 


EINGELADENE EXPERT(INN)EN

Holger Schmidt

Leiter des Kompetenzzentrums für Deradikalisierung Bayern

 

Sarah Bunk

Beratungsstelle Radikalisierung (BAMF)

Maarten Van De Donk (angefr.)

 Radicalisation Awareness Network (RAN)