Psychoanalytisch-pädagogische Radikalisierungskonzepte – was brauchen junge Menschen, um sich von radikalen Gruppen abzuwenden?

Workshop am 18.05.2018 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


Im Anschluss an den vorangegangenen, eher theoretischen Workshop „Identität und Identitätsentwicklung“ geht es hier um konkrete pädagogische Interventionsmöglichkeiten. Im Bereich der Radikalisierungsprävention kommen primärpräventive, aber auch sekundäre und tertiäre Maßnahmen zum Zuge. Dabei stellt sich besonders die Frage nach der Methodik. Zunächst muss erkannt werden, welcher junge Mensch von welcher Maßnahme am ehesten profitieren kann. Ist er/sie grundsätzlich kognitiv zugänglich und lediglich auf der Suche nach Wissen und Aufklärung, reicht mitunter eine primärpräventive Maßnahme aus. Sollte die Hinwendung andere, tiefergehende Gründe haben, wird ein Informationsangebot unter Umständen nicht  wirksam genug sein. Psychodynamische Perspektiven auf das Thema Radikalisierung können hier neue Wege des Verstehens und Handeln eröffnen. Die zentrale Frage ist, wie der Umgang mit jungen Menschen, die akut von Radikalisierung gefährdet sind, in diesem Fall gestaltet werden muss.

 

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

 

  • Wie kann das Wissen über Innenwelten konkret in die pädagogische Haltung einfließen? 
  • Welche konkreten, methodischen Ansätze und Erfahrungswerte gibt es in der Arbeit mit jungen radikalisierten Menschen? 
  • Wie können junge Menschen in schwierigen Lebenslagen gezielt in ihrer Identitätsentwicklung unterstützt werden, um Radikalisierung zu verhindern?

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