Radikalisierung, Prävention und Deradikalisierung: Entwicklungen im Justizvollzug

Workshop am 22.06.2018 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


Hinweis zum Veranstaltungsort:

Dieser Workshop findet nicht wie sonst in den Räumen der Denkzeit-Gesellschaft, sondern in der Medical School Berlin (Raum 11) statt.


Wenn es um Radikalisierungsprozesse geht, wirken Justizvollzugsanstalten oftmals als Katalysator. Die Inhaftierung geht, gerade für junge Menschen, mit einer hohen psychischen Belastung einher: Freiheitsentzug, Fremdbestimmtheit und geringe soziale Resonanz sind nur einige der Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Radikale Gruppierungen, ob rechtsextrem oder religiös-motiviert, nutzen die erhöhte Vulnerabilität dieser Menschen gezielt aus. Radikale Ideologien werden in dieser Phase als entlastende Alternative dargeboten und angenommen - der Halt in einer zunächst wohlwollend scheinenden Gruppe, regelmäßige und positive Kontakte in die Außenwelt, der Eindruck nun den wahren Weg einzuschlagen, endlich einmal etwas richtig zu machen im Leben und nicht zuletzt die Zukunftsperspektive, die geboten wird, veranlasst Viele sich bestimmten Gruppierungen anzuschließen. Doch welche Strukturen stecken dahinter? Wie funktionieren erfolgreiche Gegenstrategien? Aber auch: Welche Leerstellen gibt es noch? Wie kann das Umfeld, auch das professionelle, gezielt unterstützen?

 

In diesem Workshop werden wir uns u.a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

 

  • Welche radikalen Strukturen stecken hinter der Anwerbung Inhaftierter?
  • Welche Maßnahmen und Gegenstrategien gibt es? Was brauchen Justizvollzugsanstalten?
  • Welche Ansätze zeigen sich in der Praxis als am wirksamsten?

EINGELADENE EXPERT(INN)EN

Anika Hoffmann

Christian Illgner

Kriminologische Zentralstelle e.V. Wiesbaden

André Taubert

legato Hamburg

Elisabeth Theine

Justizministerium Brandenburg bis 2017