Sekten und radikale Gruppen: Strukturelle Parallelen und Herangehensweisen

Workshop am 24.10.2018 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


Was bewegt junge Menschen zunehmend dazu, sich einer radikalen Gruppe anzuschließen? Dieser Kernfrage gehen Wissenschaftler(innen) und Praktiker(innen) nach, die sich mit Radikalisierungsverläufen beschäftigen. Die Antwort darauf ist zumeist, etwas verkürzt dargestellt: Zugehörigkeit zu einer elitären, überlegenden Gruppe, Geborgenheit in einer wertschätzenden Gemeinschaft und ein allumfassendes Erklärungsangebot mit Wahrheitsanspruch. Im Fall der religiös-begründeten Radikalisierung spielen, darüber hinaus die Perspektive auf ein erfülltes Leben im Jenseits und die Orientierung anhand vorgegebener Alltagsregeln eine zentrale Rolle. Haben bestimmte Sekten und radikale Gruppen nicht ein ganz ähnliches Angebot? Auch hier handelt es sich um in sich geschlossene Gemeinschaften, die ihren Mitgliedern ein religiöses und/oder ideologisches Angebot machen, welches als ultimative Lösungsstrategie für alle vorhandenen Lebensproblematiken verkauft wird. Erfahren Sekten vor dem Hintergrund der Entwicklungen in den radikalen Szenen ebenfalls einen erhöhten Zulauf? Welche Menschen schließen sich der einen oder anderen Gruppe an? Welche Mechanismen gibt es und inwiefern ähneln sich die Gruppendynamiken? Wie gestalten sich Einstiege und Ausstiege?

 

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

 

  • Welche aktuellen Entwicklungen gibt es im Bereich Sekten und Psychogruppen?
  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen die entsprechenden Gruppen auf?
  • Was können wir über politisch bzw. religiös-begründet radikale Gruppierungen aus der Sektenforschung lernen und welche Aspekte lassen sich in die Präventionsarbeit übertragen?

EINGELADENE EXPERT(INN)EN

Dieter Rohmann

Diplom Psychologe

kulte.de

Michael Gerland

legato Hamburg

Marius Hellwig

Amadeu Antonio Stiftung