Radikalisierung und Digitalisierung: Cross-Media-Ansätze in der Prävention

Workshop am 26.09.2018 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


Das Internet und die sozialen Medien spielen bei Radikalisierungsprozessen eine besondere Rolle, da es für Jugendliche als „digital natives“ bedeutend einfacher ist, extremistisches Gedankengut zu erhalten und in Kontakt mit Extremisten zu kommen. Über die Sozialen Medien können sie innerhalb kürzester Zeit, mit Gleichgesinnten in Kontakt treten, die in der realen Welt bedeutend schwieriger zu finden wären. So besteht für Jugendliche die Möglichkeit, über die virtuellen Kommunikationsplattformen wie YouTube, Facebook oder WhatsApp, direkt mit extremistischen Internetaktivisten im In- und Ausland zu kommunizieren. Durch die virtuellen Interaktionen mit extremistischen Gruppen oder auch einzelnen oftmals idealisierten Mitgliedern ist es möglich, bei Jugendlichen radikale Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu erzielen. Extremistische Internetaktivisten sind durch ihre professionellen und an der Jugendkultur ausgerichteten Propaganda- und Kommunikationsstrategien in der Lage, Jugendliche von passiven Sympathisanten zu aktiven Propagandisten oder zu Kämpfern (foreign fighters) einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu formen.

 

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

 

  • Wie viel Einfluss hat extremistische Propaganda im Internet auf Radikalisierungsprozesse von Jugendlichen?  Welche genderspezifischen Mobilisierungsversuche sind von Bedeutung?
  • Welche Wirkung entfaltet die extremistische Internetpropaganda auf junge Rezipient(inn)en? Welche Rolle spielen beispielsweise grausame Kriegsbilder mit Toten und Verletzten in den Propagandavideos? Welche Gefühle und Gedanken lösen diese Bilder bei Jugendlichen aus?
  • Mit welchen Präventionsmaßnahmen lässt sich die extremistische Propaganda im Internet bekämpfen?

 


EINGELADENE EXPERT(INN)EN

Dr. Bernd Zywietz

Universität Mainz

Cordula Bienstein

streetwork@online