Trauma und Traumafolgen als risikofaktor für Radikalisierung: Welches Wissen braucht es in der arbeit mit jungen menschen?

Workshop am 27.09.2019 VON 09:30 BIS 16:30 UHR


In der öffentlichen Debatte zum Thema Radikalisierung und ihrer Prävention ist der Begriff Trauma omnipräsent. Nach einem terroristisch motivierten Anschlag bringt die öffentliche, oftmals akribische Rekonstruktion der Lebensläufe der Täter(innen) auf der Suche nach Antworten nicht selten Traumaerfahrungen zu Tage. Sei es im Zusammenhang mit frühen schädigenden Kindheitserfahrungen, im Kontext von Flucht oder anderen natur- bzw. menschengemachten Katastrophen. Auch die wissenschaftliche Analyse der Ursachen radikaler, extremistischer und terroristischer Manifestationen richtet ihr Augenmerk auf Traumatisierungen als möglichen Risikofaktor für die Entstehung von Radikalität und diskutiert Möglichkeiten der Prävention und Intervention.

 

In der therapeutischen und pädagogischen Auseinandersetzung mit dieser herausfordernden Konstellation, also im direkten Kontakt mit Menschen, bei denen Traumatisierungen und Radikalisierungstendenzen zusammentreffen, bleiben trotz der kollektiven Bemühungen um Antworten viele Fragen unbeantwortet, denen wir uns in diesem Workshop widmen möchten.

 

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

 

  • Was genau verstehen wir unter Trauma?
  • Welcher konkrete Zusammenhang besteht zwischen Traumatisierung und Radikalisierung?
  • Welche Möglichkeiten stellen Traumapädagogik und Ansätze der Traumabehandlung im Umgang mit einer radikalisierten und zugleich traumatisierten Zielgruppe zur Verfügung?
  • Wie sieht die Praxis der Radikalisierungsprävention im Hinblick auf diese Zielgruppe aus?

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